Bilanz
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Hier kommt Unterhaltung für Fachleute. Die andern sind schon bedient.

Das Foto oben und mitte stammt von der Facebook-Seite der Galerie a+. Der blau-lila Teilnehmer ist Chris.

"Quantities 3" ist schon "nett". Aber ich empfinde den Knall von "Quantities 1 und 2" als deutlich stärker. Diese "3" ist so was wie der Zusatz in einer Ausstellung "jaja, es ging beim Künstler weiter mit dem Thema".

Innerlich muss da aber nichts weiter laufen. Um mich herum produzieren die Leute Quantitäten an Bildern. Sie können das jetzt, alle, und sie tun es. Ungefähr mit der Jahrtausendwende kam im Erzeugen und im Speichern und im Herumreichen von Dokumenten eine epochale Wende, und eigentlich die letzte: Alle können es nun. Die Presse, die Fotografen haben ihr Monopol verloren, lange nachdem es die Maler schon an die Fotografen verloren, lange nachdem überregionale Nachrichten und Botschaften nichts exklusives mehr waren.

Alle tratschen, alle posaunen - und meine "Quantities" wollen aber Destillat sein, sind die künstlerische Reflektion auf der Metaebene: Knipse und sei glücklich. Knipse den Boden unter deinen Füßen und die Luft über dir - das ist ok, wenn du dann den Boden und die Luft mehr als zuvor wahrnimmst.

In "Quantities 3" knipse ich nun exemplarisch diesen Boden, und siehe da, er ist "nette" Kunst. So nett, wie die gremienbereinigten Werke der modernen Kunst in Museen derzeit mit begegnen. Also ich will in "Quantities 3" etwas zeigen, etwas ausleben. Aber herausposaunen will ich sie nicht, diese nette Arbeit.

Der Tag der Bilderstellung war von Konzept her großartig, danke, Justus! Aber im Herantreten von uns Teilnehmern dann blieb er ein bildender Freizeitspaß. Die Inhalte des Tages lagen in meinem Fahrwasser, deswegen erzeugte ich Kunst. Das Eilige, das Nette haftet meinem Beitrag zum Workshop aber schon noch an.

Foto von Mike: Der Kurs von Justus Theinert am 24.1.2016 mit neun von zehn Teilnehmern